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Museum für Schöne Künste erbt zwei außergewöhnliche Kunstsammlungen

20 Okt 2017Valerius de Saedeleer, winterlandschap in Wales ca. 1914-1918

Ab 21. Oktober können im Museum für Schöne Künste 25 seltene Gemälde und Skulpturen bestaunt werden, die sich in den vergangenen 50 Jahren in Privatsammlungen befanden. Diese wurden dem Museum vermacht und bekommen in einem neuen Saal „Sint-Martens-Latem en de Leiestreek“ die wohlverdiente Beachtung.

Das MSK wartet diesen Herbst mit einer ganzen Reihe von Neuheiten auf. Außer der Neugestaltung der Stammkollektion unter der Bezeichnung „Von Bosch bis Tuymans: eine lebendige Geschichte“, trumpft das Museum mit neuen Werken auf. Diese Kunstwerke wurden dem MSK vermacht und werden zum ersten Mal einem breiten Publikum gezeigt.

Der Nachlass von Jozef und Fernand De Blieck umfasst seltene Gemälde und Skulpturen, die überwiegend von Künstlern stammen, die in Sint-Martens-Latem und der Leie-Gegend tätig waren. Ein Großteil des Legats kommt aus der Sammlung von Joseph De Blieck (1866-1927), einem gebürtigen Aalster, Brauer, liberalen Politiker, Mäzen und Kunstsammler. Mit Künstlern wie Valerius De Saedeleer und George Minne verband ihn eine enge Freundschaft. Dies erklärt die große Anzahl ihrer Werke im Vermächtnis. Die Sammlung enthält auch Gemälde von Emile Claus, Albijn Van den Abeele und Gustave Van de Woestyne. Sie alle bedeuten für die Museumskollektion einen wertvollen Zuwachs.

In den vergangenen 50 Jahren befanden sich diese Kunstwerke in der Abgeschiedenheit zweier Privatsammlungen. Das MSK, das bereits eine starke Tradition in der Kunst der Leie-Gegend hat, kann diesen längst vergessenen Kunstwerken jetzt die wohlverdiente Beachtung zuteilwerden lassen. Das Legat verstärkt die aktuelle Sammlung von Kunstwerken aus dieser Zeit und stärkt das Museum für Schöne Künste in Gent als Kompetenzzentrum für belgische Kunst um die vorige Jahrhundertwende.

Valerius de Saedeleer, winterlandschap in Wales ca. 1914-1918