Gegenüber der Grafenburg befindet sich das monumentale Zugangstor zum Alten Fischmarkt, wo Neptun von Leie (Frau) und Schelde (Mann) flankiert wird.

Im komplett renovierten Gebäude befindet sich unter anderen die Auskunftsstelle von Visit Gent. Hier finden Sie wirklich alle möglichen Informationen!

Ein Blick in die Vergangenheit, direkt unter Ihren Füßen.

Gleich hinter dem Torgebäude des alten Fischmarktes entdecken Sie ein besonderes Stück Genter Geschichte. Unter Glas sind archäologische Funde aus dem Jahr 2010 zu sehen, darunter ein Gedenkstein aus Naturstein von 1567, der einst am Übergang zwischen dem Mittelschiff und dem nördlichen Seitenschiff der allerersten St.-Veerle-Kirche lag. Auf der Oberseite des Steins befindet sich ein Medaillon mit einer lateinischen Inschrift, aus der hervorgeht, dass diese Tafel das Grab von Johannes Cornepuut bedeckte. Dieser Pastor der St.-Gillis-Kirche in Brügge verstarb am 3. April 1567 und wurde in der St.-Veerle-Kirche beigesetzt. Über dem Text ist ein Kelch mit Hostie abgebildet, ein klassisches Priestersymbol, und unter dem Medaillon steht „COGITA MORI“ oder „Denke ans Sterben“.

Diese Tafel ist eines der letzten greifbaren Zeugnisse der mittelalterlichen St.-Veerle-Kirche, die während des Bildersturms stark beschädigt und größtenteils abgerissen wurde. Später entstand an gleicher Stelle eine neue Kirche, während das westliche Ende im 17. Jahrhundert dem Bau des Fischmarktes mit monumentalem Eingang wich. Dies war vermutlich der Zeitpunkt, an dem der Stein im Boden verschwand.

Weniger als einen Meter von der Grabtafel entfernt sind noch Überreste von einer der Säulen zu erkennen, die Teil der Kirchenkonstruktion waren.

Detail des Textabschnitts auf dem Grabstein
Weitere Informationen befinden sich unter den Bildern.