Written Room

Seit 1995 führt die iranische Künstlerin Parastou Forouhar ihre „Written Rooms“ an verschiedenen Orten auf. Mit ihrer Arbeit möchte sie die Zuschauer ermutigen, ihre Wahrnehmung von und ihren Umgang mit Sprache und Identität zu hinterfragen. Im Museum MSK bemalt sie die Wände und die Decke der Eingangshalle.

Forouhars Werk hat autobiografische Züge und eine soziopolitische Dimension. Ihre Mutter war Aktivistin, ihr Vater Minister in der Übergangsregierung von 1979. Die Eltern wurden 1998 wegen ihrer offenen Kritik an den Menschenrechtsverletzungen durch die Islamische Republik ermordet. Als Immigrantin spricht sie über den Verlust ihrer Muttersprache, dem Farsi, das nur in ihrer Erinnerung weiterlebt. Neben ihrer kritischen Haltung der iranischen Regierung und dem muslimischen Fundamentalismus gegenüber befasst sie sich in ihrer Arbeit mit universellen Themen wie der Heimatlosigkeit, Gender und der kulturellen Identität.