Die Stadthalle ist ein architektonischer Höhepunkt von den Architekten Robbrecht & Daem / Marie-José Van Hee. Vor allem die Dachstruktur und der Einsatz von Glas, Holz und Beton fallen ins Auge. Dort ist jetzt Platz für Konzerte, Tanzvorführungen und Märkte.

Unter der Stadthalle verbirgt sich ein Grand Café: Dieses halbunterirdische Belfried Stadtcafé und Stadtrestaurant ist schon jetzt ein gern besuchter Ort, der bis zu 300 Personen Platz bietet. Man heißt Sie dort immer gern willkommen für ein Getränk, ein Tagesmenü oder Ihre Auswahl aus der Speisekarte. 

Der kleine Stadtpark auf der niedriger gelegenen Ebene, The Green, ist mit einer Steinmauer abgegrenzt. Hier kann man ausruhen, lesen oder etwas herumspazieren. Treppen und Gefälle verbinden den Park mit den höher gelegenen Straßenebenen. Diagonale Fußwege verbinden den Donkersteeg mit der Mageleinstraat und Cataloniëstraat; diese laden zum Einkaufen und Bummeln ein. 

The Green

Kunstwerke

Die vorhandenen Kunstelemente, die Minne-Bilder und die Mathildis-Glocke bekamen im Entwurf einen neuen Platz. 

Brunnen der Knieenden
Diese nackten Knaben betrachten sich selbst im Wasser des Brunnens. Auch Narziss aus der griechischen Mythologie tat das aus Selbstverliebtheit. Das Aufstellen des Kunstwerks 1937 war für das Bürgertum ein Schock. Heutzutage ist niemand mehr vom Anblick dieser nackten Knaben schockiert. Der Bildhauer Georges Minne ließ sich von Figuren an gotischen Gebäuden inspirieren.

Die Rolandglocke
Das Lied „Klokke Roeland“ (Rolandglocke) ist eigentlich die Genter Hymne. Diese Glocke, „die große Triomfante“, trägt den Namen Roeland, nach der ersten großen Glocke des Belfrieds. Die Glocke barst 1914 und wurde danach aus dem Belfried geschaffen. Wieder restauriert hängt sie jetzt im eigens entworfenen „Stuhl“ neben der St.-Nikolaus-Kirche. Interesse am Genter Glockenspiel? Dann unbedingt den Belfried besuchen.