Zu Tisch: Von süß bis herzhaft, gefärbt und gewürzt
Rezepte für Pfannkuchen gibt es schon Jahrhunderte. Ein andalusisches Kochbuch aus dem 13. Jahrhundert erwähnt Pfannkuchen aus Kichererbsen- und Reismehl, serviert mit Honig. Auch herzhafte Pfannkuchen fanden damals schon reißenden Absatz.
Mit dem gleichen Kochbuch konnte man auch Aubergine-Pfannkuchen mit Koriander und Zimt backen. Das Backen von „Kuchen“ zwischen zwei erhitzten Platten wäre wenigstens gleich alt. Diese platten und knusprigen Waffeln wurden im Spätmittelalter Oublies genannt. Als herzhafte Variante wird in mittelalterlichen Kochbüchern empfohlen, zwischen zwei Teigschichten eine Scheibe Käse schmelzen zu lassen oder dem Waffelteig Reibkäse hinzuzufügen. Das ist eine kleine Zugabe, die die abenteuerlichen Feinschmecker bestimmt auch heute schätzen werden. Dass sowohl Pfannkuchen als auch Waffeln Fest bedeuteten, ergibt sich aus den Rezepten, bei denen dem Teig Wein oder Farbstoffe hinzugefügt wurden.