In den vergangenen Jahren erhielt das Museum für Schöne Künste Gent (MSK) einige wichtige Schenkungen von Werken von Gustave Van de Woestyne (1881-1947). Diese Schenkungen haben die schon umfangreiche Museumssammlung über diesen ursprünglich Genter Künstler auf bemerkenswerte Weise erweitert. In diesem Sommer bringt das MSK alle Kunstwerke von Van de Woestyne in eine einzige Sammlungspräsentation zusammen: von Zeichnungen und Vorstudien bis hin zu Gemälden und Buchillustrationen.

Der Künstler Gustave Van de Woestyne ist schon jahrzehntelang mit dem Genter Museum verbunden.  Nach 2000 wurde Van de Woestynes grafischen Werken, wobei u.a. die Vorzeichnungen für Streuvels Neuinterpretation des mittelniederländischen Epos Van den vos Reynaerde, aber auch die wahrscheinlich bekannteste Porträtzeichnung, die Gustave von seinem Bruder, dem Dichter-Schriftsteller-Kritiker Karel van de Woestijne (1910) machte, gekauft wurden, viel Aufmerksamkeit gewidmet.

Dank der Schenkungen der vergangenen Jahre kann das Museum ein noch vielfältigeres Bild der Werke des Künstlers zeigen und sogar die erste Phase seiner Karriere vorstellen. So gelang das Museum vor Kurzem in den Besitz des frühesten bekannten Selbstporträts von Van de Woestyne, gemalt um 1899-1900, als er noch an der Genter Akademie für Schöne Künste studierte (oder diese gerade absolviert hatte).