D.U.A.
Die Polizei fand keine Fingerabdrücke oder jegliche Spuren des Täters bzw. der Täter. Obwohl der Diebstahl sofort Schlagzeilen machte und das ganze Land in Aufregung versetzte, blieb in der Ermittlung alles lange still. Am 30. April 1934, neunzehn Tage nach dem Diebstahl, wurde die Stille durchbrochen und erhielt der Bischof von Gent einen französischen Drohbrief, in dem der Absender eine Million belgische Francs Lösegeld forderte. Würde die Kirche die Zahlung des Lösegelds verweigern, würden die gestohlen Tafeln zerstört werden. Der Brief ist mit den Initialen D.U.A. unterschrieben. Der Brief, welcher am Tatort hinterlassen wurde und vermuten ließ, dass der Diebstahl eine deutsche Vergeltungsaktion war, ergab sich also als ein Ablenkungsmanöver.
Obwohl Bischof Coppieters bereit war, das Lösegeld zu zahlen, erhielt er keine Genehmigung von dem Staatsanwalt und dem Justizminister. Trotzdem wahrte er den Schein, dass er mitarbeiten möchte und verhandelte er weiter mit D.U.A. Um seinen guten Willen zu beweisen, schickte der Erpresser bei seinem dritten Brief ein Ticket für die Gepäckaufbewahrung im Bahnhof Brüssel-Nord. Bei Abgabe des Tickets übergab der Schalterangestellte der Gepäckaufbewahrung ein großes rechteckiges Paket. Es war die Tafel mit Johannes dem Täufer! Der Schalterangestellte erinnerte sich nur, dass die Person, die das Paket abgeliefert hatte, ein Mann von etwa fünfzig Jahren alt war mit einem Spitzbart. Die Polizei betrachtete die Rückgabe der Tafel als ein Zeichen der Schwäche und wollte den Täter in die Enge treiben.