Jan Dumo­lyn

Jan Dumolyn ist Professor für Mittelalterliche Geschichte bei der Universität Gent. Als Co-Kurator der Ausstellung Van Eyck — Eine optische Revolution analysierte er die historischen Quellen über die Brüder Van Eyck erneut. Das war notwendig, denn über den Genter Altar werden (zu) viele Mythen und Unwahrheiten endlos wiederholt.

  • Die Pickel von Joos Vijd

    In den 1420er Jahren erteilten Joos Vijd und Elisabeth Borluut den Auftrag, ein Altarbild für ihre Privatkapelle zu schaffen. Dieses wurde letztendlich das größte Gemälde seiner Zeit werden – Das Ergebnis jahrelanger intensiver Arbeit durch einen der gepriesensten Künstler der Niederlande. Das würde dem Paar ein Vermögen gekostet haben. Hätte Van Eyck sie dann nicht etwas schöner darstellen können?
  • Hubert und Jan: Gent gegen Brüg­ge?

    Über die Rolle von Jan und Hubert Van Eyck wurde schon ganz viel geschrieben, eine Bibliothek voll. Wir wissen aber nicht genau, welcher der Brüder welche Teile des Genter Altars gemalt hat. Von Hubert blieben auch keine anderen Werke erhalten, sodass er geheimnisvoller ist. Aber das heißt nicht, dass er nicht gelebt hat. Der hartnäckige Mythos, dass er nie gelebt haben soll, stammt von einem Einwohner von Brügge mit Sympathie für die Nazis…