Ganz schnell die Höhepunkte der Stadt ansehen? Das wär schade. Gent sollte man genießen. Und dazu braucht man mehr als einen Tag.

Freitagabend, 17.00 Uhr | Ein Glas Bier trinken

Einen freien Platz auf der Graslei suchen. Die beeindruckende (doppelte) mittelalterliche Häuserzeile und das Treiben bestaunen. Hierher kommt der Genter für sein Bier. Fangen Sie mit einem Gruut an, einem traditionellen Bier der Stadtbrauerei.

Freitagabend, 19.00 Uhr | Armenessen

Früher eine Mahlzeit der Armen, heute eine Spezialität. Genter Waterzooi mit Fisch, Huhn oder sogar vegetarisch zubereitet. Gent ist die Vegetarierhauptstadt von Europa! 

Freitagabend, 21.00 Uhr | Ausgeleuchtet

Licht aus, Spot an! Akzente, die tagsüber verborgen bleiben, werden nach der Abenddämmerung plötzlich sichtbar. Das beleuchtete Gent genießt man am besten mit der Lichtwanderung, erhältlich beim Fremdenverkehrsamt oder als kostenloser Download hier.

Freitagabend, 23.00 Uhr | Die Nacht ist noch jung

Den Freitagabend am Vrijdagmarkt ausklingen lassen? Bestellen Sie ein Kwak im Biercafé De Dulle Griet. Als Kaution für das besondere Glas verschwindet Ihr Schuh kurze Zeit in einem Korb an der Decke. Ein kleines Stück weiter wird es lauter: Auf dem Vlasmarkt erklingt Rockmusik und machen die DJs weiter bis in den frühen Morgen.

Samstagmorgen, 8.00 Uhr | Früh aus den Federn

Schon morgens zwischen den Vinylplatten suchen, eine Secondhandjacke anprobieren oder das perfekte Andenken finden? Auf dem Trödelmarkt bei der St.-Jakob-Kirche werden Frühaufsteher bestimmt fündig. 

Samstagvormittag, 10.00 Uhr | Das Grafenschloß

Das älteste Gebäude Gents ist das Grafenschloß , die imposante Burg aus dem Mittelalter, mitten in der Stadt. Ein Besuch versetzt Sie in die Vergangenheit. Vom Anblick der Rüstungen, Waffen und Folterwerkzeuge bekommt man Gänsehaut.

Samstagvormittag, 11.30 Uhr | Genter Köstlichkeiten

Unter dem beeindruckenden Holzgewölbe der Großen Fleischerhalle kann man eine Vielzahl an Genter und ostflämischen Spezialitäten kosten und kaufen. RoomeR ist der Aperitif schlechthin. Wer Süßes mag, kauft Cuberdons, wer Würziges bevorzugt, nimmt Tierenteynsenf auf der anderen Seite des Platzes.

Samstagmittag, 12.30 Uhr | Flüssiger Lunch

Suppe ist das neue Fast Food! Unglaublich vielfältig, schmeckt immer und ist gesund! Suppe essen mit Blick auf die Leie kann man in der Souplounge am Vrijdagmarkt. Einen Apfel gegen den Durst gibt es immer dazu.

Samstagnachmittag, 13.00 Uhr | Das Boot nicht verpassen

Boot fahren fördert die Verdauung! Den ganzen Morgen sind sie an Ihnen vorbeigefahren, jetzt gehen Sie selbst an Bord. Bitte einsteigen. Gute Idee, denn so kann man Gent am besten

von der anderen Seite betrachten. Der Kapitän mischt die große Geschichte mit kleinen, interessanten Anekdoten, in der gewünschten Sprache.

Samstagnachmittag, 14.30 Uhr | Die Kunst zu wählen

Die Anbetung des Lamm Gottes ist das absolute Meisterwerk der mittelalterlichen Malerei. Beeindruckend in seiner Totalität, verblüffend in den Details. Der Genter Altar, von den Gebrüdern Van Eyck, muss man einfach gesehen haben. Aber es gibt noch viel mehr zu bestaunen: flämische (und andere) Meister im MSK oder die Highlights der zeitgenössischen Kunst im S.M.A.K. Das nagelneue Stadtmuseum STAM erzählt interaktiv die Geschichte von Gent und den Gentern.

Samstagnachmittag, 16.30 Uhr | Noch ein paar Stunden und Euros übrig?

Shoppen in der Veldstraat ! In eine Seitenstraße einbiegen und versteckte Boutiquen entdecken. Dem eigenen Gefühl folgen und typische Genter Läden in der Koestraat, dem Bennesteeg, in der Jan-Breydel- und der Serpenstraat finden. Vom 1. bis 31. Januar und vom 1. bis 31. Juli gibt es den offiziellen Ausverkauf.

Samstagabend, 18.00 Uhr | Rock’n’roll-Küche

Abenteuerstimmung? Die Flemish Foodies, drei kulinarische Freibeuter, die Gent als Basis für ihre respektablen Restaurants gewählt haben, stehen für eine verspielte, dynamische Küche mit geschmackvollen Überraschungen. Und inspirieren andere kreative Spitzenköche zu ähnlichen Initiativen. J.E.F., De Vitrine, De Superette, Publiek, Vrijmoed, Naturell, Horseele… Auswahl genug. 

Samstagabend, 22.00 Uhr | Für Jung und Alt

Noch einen vorm Schlafengehen. In Dreupelkot hat man die Wahl aus über 200 (!) Geneversorten. Der Vanille-Genever hat inzwischen die Welt erobert, ob das auch dem Chicorée-Genever gelingen wird, ist fraglich. Abenteurer verlassen das Gebäude durch den Hintereingang und kommen so in die engste Gasse von Gent. Wetten, dass Sie nicht gleich Ihr Hotel aufsuchen?

Sonntagmorgen, 10.00 Uhr | Flower power

In Gent fängt der Sonntag auf dem Blumenmarkt an. Kaffee trinken, plaudern, an den bunten Buden vorbeischlendern und am blauen Kiosk für frische Austern und Champagner eine Pause einlegen, während man für den Rest des Tages Pläne schmiedet.