Sie finden den südlichen Friedhof im Schatten des Universitätsklinikums Gent, nicht weit von den Bahngleisen entfernt, im Viertel „Nieuw Gent“. Es gilt eine Abwandlung des limburgischen Slogans: nicht der größte, sondern der älteste!

Einzigartiger Charakter

Erstaunlicherweise kennen die meisten Menschen aus Gent diesen Friedhof oft nicht genug, obwohl er seit Ende des 18. Jahrhunderts existiert. In diesem lebendigem Viertel von Gent, hinter dem St.-Peter-Bahnhof, ist dieser Friedhof eine angenehme Grünzone. Ein einzigartiger Ort, den Sie sich auf Ihrem Spaziergang auf keinen Fall entgehen lassen sollten, ist der Schmetterlingsgarten! Der Schmetterling ist das Symbol des griechischen Todesgottes Thanatos und man findet ihn in allen möglichen Arten und Formen, wie auf steinernen Urnen. Sie können sich sicherlich auf einer gemütlichen Bank zwischen den Schmetterlingsbüschen ausruhen.

Grabsteine mit einer Geschichte

Genau wie Campo Santo und der westliche Friedhof ist auch der südliche Friedhof die Heimat einer Reihe von Genter Menschen mit klingenden Namen. Noch attraktiver sind vielleicht die „normalen“ Bürger mit einer besonderen Lebensgeschichte, die dort ruhen. Sie finden zum Beispiel das Grab von Hippolyte van Peene, dem geistigen Vater unseres flämischen Stolzes, den Flämischen Löwen. Dieser Arzt fand seine Leidenschaft im Theater, und 1847 schrieb er mit dem Neffen seiner Frau, Karel Miry, das berühmteste flämische Kampflied. Anders als sein Löwe wurde van Peene 1864 durch einen schweren Herzinfarkt gezähmt.