Good to know

Dieser tüchtige Spaziergang führt Sie entlang den meist ikonischen Orten des Genter Nachtlebens. Nicht alle haben den Zahn der Zeit überstanden, aber wenn man die Augen schließt, kann man fast überall die Beats noch hören.

Nightlife-experte

Seit er 1995 während der Genter Feste versehentlich das Red Tape Building betrat, wo damals 10 Days of Techno das erste Mal veranstaltet wurde, hat sich Ben Van Alboom in das Nachtleben festgebissen. Anfangs als Besucher, später als Journalist für Knack Focus (Magazin über Film, Musik und Fernsehen). 2007 übernahm Ben die Funktion von der Rundfunkikone Jan Van Biesen als Präsentator von Switch auf Studio Brussel (alternativer Sender in Belgien), wo er Mitgründer vom Programm The Greatest Switch war. Außerdem war er an der Entwicklung der Nachtleben-Plattform Red Bull Elektropedia und der Partykonzepte Avenue L und Dirty Movies Dirty Dancing beteiligt und zeichnete er mit dem Fotografen Wouter Van Vaerenbergh für Angels & Ghosts eine einzigartige Reihe von Schwarzweißporträts von bekannten Elektronik-Musikern.

Walk a mile in my shoes

10 km - 15 500 schritte

 

Ehrlich gesagt, treten Sie während dieses Spaziergangs nicht nur in meine Fußstapfen, sondern auch in die der hunderttausenden Nachtschwärmer, die in den vergangenen Jahrzehnten im Nachtleben in Gent ihr Unwesen getrieben haben. Wir fangen an im Citadelpark, der im Nachtleben einmal einen bekannten Ruf hatte. Partymeile De Overpoort hat diesen Ruf heute noch immer trotz der Tatsache, dass der meist legendäre Club, Decadance, mittlerweile schon verschwunden ist.

Kunstzentrum Vooruit hat sich in den vergangenen 25 Jahren wirklich zu einem Nightlife-Mekka entwickelt, aber vorher war es vor allem der nahegelegene Kuiperskaai, welcher für nächtlichen Lärm sorgte. Und wer damals Kuiperskaai sagte, sagte selbstverständlich auch Martino, eine köstliche einfache Snackbar, die genauso zum Genter Nachtleben gehörte wie Wilfried Martens zur belgischen Politik.

Als der Kuiperskaai verschwand – wo sich früher der legendäre Club 55 befand, befinden sich jetzt die Molkereiprodukte im Supermarkt Match – verlegte sich das Epizentrum des Nachtlebens in Richtung von Vlasmarkt und Oude Beestenmarkt. Aber es verließ die Stadtmitte auch immer mehr dank einiger sofort historischer Diskotheke wie Culture Club und Kompass. Und dann vergesse ich noch die gleich nennenswerten Orte wie Eskimo-Fabrik, Chinastraat und das Theaterboot, auf dem R&S Records und Kozzmozz eine wirkliche Technorevolution auslösten. Während seiner kurzen, aber denkwürdigen Geschichte war das Boot selbstverständlich fast überall angelegt.

Schließlich befinden (oder befanden) sich auf der Strecke auch einige bekannte Plattenläden, wie Music Man und Fried Chicken Records. Denn eine Partystadt ohne Plattenläden ist wie Martino ohne Cheeseburger mit Spiegelei.

Put on those walking shoes

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